Dos und Donʼts bei MOOCs

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MOOC
Muuk = Donʼt

MOOCs – Massive open online courses (siehe auch hier) – sind eine tolle Möglichkeit, sich fortzubilden. Von zu Hause aus, im eigenen Tempo und zu den Zeiten, zu denen man am besten lernen kann. Schließlich findet das Ganze online statt, und es ist völlig egal, ob man sich morgens, mittags, abends oder nachts vor den Bildschirm und die Aufgaben setzt.

Aber: Es ist gar nicht so leicht, einen solchen Kurs neben Familie, Beruf und weiteren Freizeitaktivitäten durchzuhalten. Deshalb ist es sinnvoll, sich nicht zu verzetteln. Und sich vorher klar zu machen, was man selbst von dem Kurs eigentlich erwartet.

Die MOOC-Wahl

Falls Sie Interesse an MOOCs haben, finden Sie auf einer der hier vorgestellten Plattformen (doch sicher nicht nur dort) eine Vielzahl von Kursen.

Wählen Sie den MOOC aus, für den Sie sich interessieren, und melden sich auf der jeweiligen Plattform an (verwenden Sie für jede Plattform ein anderes Passwort – wie Sie es auch sonst im Netz sollten).

Danach schreiben Sie sich für den jeweiligen MOOC ein. Sie werden anschließend eine Bestätigungsmail bekommen, dass Sie angemeldet sind. Sollte der Kurs bereits begonnen haben, können Sie auch gleich mit der ersten Lektion loslegen. Falls nicht, erhalten Sie erneut eine Nachricht, wenn es losgeht.

Der Beginn

Die meisten MOOCs sind in kurze Videosequenzen aufgeteilt, mit denen die Lehrenden einen Einstieg in den Stoff des Kurses vermitteln. Danach sind Sie an der Reihe.

Dos

  • Sehen Sie sich alles erstmal in Ruhe an. Entscheiden Sie dann, inwieweit Sie sich am jeweiligen Kurs beteiligen möchten.
  • Bevor Sie Fragen zur Handhabung der Plattform stellen, sehen Sie in die FAQ (das sind die oft gestellten Fragen) oder in die Kurs- bzw. Plattformbeschreibung. Oft erübrigt sich durchs Nachlesen das Nachfragen.
  • Stellen Sie sich den anderen Teilnehmern kurz vor (dafür gibt es in der Regel eine Rubrik). Sie müssen nichts Privates von sich preisgeben, aber erzählen Sie ruhig, warum Sie diesen Kurs gewählt haben und was sie von ihm erwarten.
  • Sollte der Kurs nichts für Sie sein, können Sie sich jederzeit abmelden, müssen es aber nicht. Dann müssen Sie jedoch damit rechnen, in regelmäßigen Abständen Mails zu bekommen, die Sie über den Fortgang des Kurses informieren.

Donʼts

  • Sollten Sie nach dem Reinschauen feststellen, dass der MOOC nichts für Sie ist, müssen Sie Ihren Unmut darüber den anderen Teilnehmern nicht mitteilen. Sie wollen den anderen doch nicht den Spaß verderben, oder?
  • Prahlen Sie bei der Selbstvorstellung nicht zu sehr, sondern beschränken sich auf das Wesentliche. Angeber kommen in der Regel unsympathisch rüber.
  • Stellen Sie nicht ständig Fragen, die irgendwer schon irgendwo in dem Kurs beantwortet hat. Informieren Sie sich lieber vorher. Falls jemand hin und wieder einmal eine Frage hat, die bereits gestellt wurde, ist das natürlich nicht schlimm. Passiert es aber ständig, deutet das auf Desinteresse an der Leitung des Kurses und den anderen Kursteilnehmern hin.

Wie gehtʼs weiter?

Bei den meisten MOOCs gibt es Hausaufgaben. Diese müssen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt und dann den anderen MOOC-Teilnehmern zugänglich gemacht werden. In der Regel, indem man sie in das Forum einstellt oder im Forum auf ein Dokument (z. B. auf ein Dokument auf Ihrer Website, falls Sie eine besitzen) verlinkt. Anschließend diskutieren die Teilnehmer darüber oder aber bewerten die Aufgabe (sog. peer-review).

Dos und Donʼts

  • Bewerten Sie ebenfalls ein paar der eingestellten Arbeiten. Wollen Sie eine Bescheinigung über die Teilnahme am Kurs, gehört das in der Regel zu den Voraussetzungen.
  • Bleiben Sie stets höflich. Schreiben Sie nicht: „Das ist aber ein Blödsinn, den du da geschrieben hast.“ (Selbst wenn Sie es denken.) Machen Sie lieber Verbesserungsvorschläge.
  • Loben Sie, falls jemand anderes Ihrer Ansicht nach eine (Teil-)Aufgabe besonders gut erledigt hat. Sie freuen sich auch über Lob.
  • Sie müssen keine ausufernden Bewertungen abgeben. Beschränken Sie sich auf das Wesentliche.
  • Werden Sie nicht wütend, falls jemand anderer Meinung ist. Oder Ihre Aufgabe kritisiert. Oder unhöflich ist. Versuchen Sie stattdessen lieber sachlich, Argumente zu entkräften.
  • Doch vor allem: Lassen Sie die anderen Teilnehmer nicht im Stich. Wenn Sie zusagen, eine andere Arbeit zu bewerten, machen Sie es auch.
  • Gestehen Sie ruhig auch Fehler ein. Das macht Menschen sympathisch.

Ende. Und was nun?

Haben Sie es tatsächlich geschafft, alle Lektionen durchzuarbeiten? Glückwunsch! Meistens gelingt dies weniger als der Hälfte der Teilnehmer. Denn schließlich erfordert der erfolgreiche MOOC-Abschluss eine Menge Selbstdisziplin. Man muss sich selbst aufraffen, sich selbst motivieren. Und man braucht Zeit. Wer einen MOOC tatsächlich vollständig durcharbeiten will, kommt leicht auf mehrere zusätzliche Arbeitsstunden pro Woche. Das gelingt neben dem ganzen alltäglichen Kram, der so anliegt, nur wenigen.

Aber vielleicht haben Sie jetzt ja Blut geleckt und wollen gleich weitermachen? Machen Sie jedoch bloß nicht den Fehler, sich bei zu vielen MOOCs auf einmal anzumelden. Ich garantiere Ihnen: Das geht schief! Woher ich das weiß? Fragen Sie nicht …

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