Der perfekte Partner um die 50

3
Friedhof der Illusionen?
Friedhof der Illusionen?

Was macht für Menschen im Alter von um die 50 den „perfekten“ Partner/die „perfekte“ Partnerin aus? Gibt es für diese Altersgruppe überhaupt noch „perfekte“ Partner? Und ändert sich diese Idealvorstellung im Laufe des Lebens? Eine Studie des GfK-Marktforschungsinstituts, die 2014 in Österreich durchgeführt wurde, sagt ja – sie ändert sich sogar ziemlich stark. Ich vermute, dass die Ergebnisse dieser Studie in weiten Teilen auch auf deutsche Verhältnisse übertragbar sind.

Was Männer wollen

So besagt die GfK-Studie, dass für Männer im Alter von bis zu 19 Jahren bei der Wahl einer Partnerin vor allem Körper und Aussehen eine Rolle spielen. Im Alter von 20 bis 29 ist dann „vielseitige Weiblichkeit“ (was immer das heißen mag) gefragt. Letztlich ist es aber auch egal, denn aus dem Alter sind wir ja raus.

Nun aber wird es interessant: Die GfK-Studie hat festgestellt, dass Männer im Alter zwischen 40 und 49 eine Frau mit Geld „schön“ fänden. Fragt sich natürlich, warum? Drücken Unterhaltszahlungen? Oder ist Selbstständigkeit plötzlich sexy? Leider wird die Begründung nicht mitgeliefert …

Den 50- bis 59-Jährigen hingegen ist schon wieder anderes wichtig. Sie wünschen sich in erster Linie eine sozialkompetente Gefährtin, was immer das nun wieder heißen mag (vielleicht, dass sie in der Lage ist, ihren Partner auch ohne Worte zu verstehen 😉 ?).

Was Frauen wünschen

Und die Frauen? Tja. Weibliche Teenager halten der GfK zufolge noch Ausschau nach Superman (und wollen dann vermutlich sein Kryptonit sein). Zwischen 20 und 29 sinken die Ansprüche an einen Mann jedoch schon „drastisch“ (ich zitiere nur!).

Jetzt aber kommt’s: Im Alter zwischen 40 und 49 Jahren gibt es überhaupt kein „Muss“ mehr – also keine männliche Eigenschaft, die sich das Gros der Frauen bei einem Mann in einer Partnerschaft zwingend wünscht. Als was soll man das bezeichnen? Als Resignation, Desillusionierung, Realitätssinn?

Immerhin ändert sich das bei den 50- bis 59-Jährigen wieder: In diesem Alter bevorzugen die meisten Frauen einen „beziehungsfähigen Softie“ (stellt sich die Frage, was das nun wieder ist? Vielleicht ein Mann, der tut, was ihm gesagt wird?).

Wie auch immer: Geld, Sozialkompetenz und Beziehungsfähigkeit – das sind die drei Eigenschaften, die den perfekten Partner für die Altersgruppe der in den Sechzigern Geborenen kennzeichnen. Jedenfalls, wenn es nach der GfK-Umfrage geht. Heißt das, dass wir genügsamer geworden sind? Oder einfach nur realistischer? Weil wir wissen, dass kein Mensch jemals perfekt ist? Oder weil wir andere Vorstellungen von einer Partnerschaft haben als noch mit Anfang 20?

Lachen, reden, Sachen machen

Ich habe mal bei meinen Freunden und Bekannten, die in den Sechzigern geboren sind, herumgefragt, was ihnen heute am wichtigsten wäre, würden sie einen neuen Partner suchen. Natürlich ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Den meisten Frauen, die mir geantwortet haben, war wichtig, mit ihrem Partner reden und gemeinsam lachen zu können. Außerdem legten viele Wert auf persönliche Freiheiten, z. B. darauf, ihre Hobbys (allein) auszuüben, wenn sie sie nicht mit dem Partner teilten. Das Äußere des Mannes war für die meisten übrigens eher zweitrangig – Ungepflegtheit jedoch ein No-Go. Letzteres galt auch für die Männer, die ebenfalls angaben, sie wollten mit einer Partnerin lachen und sich unterhalten können.

Über die gewünschte Sexfrequenz haben wir uns jedoch ausgeschwiegen. Aber da habe ich Antworten in der ElitePartner-Studie 2015 gefunden: Danach ist für 73,3 % der Männer über alle Altersgruppen hinweg guter Sex in einer Partnerschaft wichtig und für 63,8 % der Frauen. Jetzt wisst ihr’s!

Noch eine kleine Information am Rande: Bei Männern haben wohl eher kleine Frauen (Größe: zwischen 1,60 m und 1,70 m) die größten Chancen, bei Frauen eher größere Männer (zwischen 1,80 m und 1,90 m) – wegen der Anlehnungskompetenz. Doch wo ein Wille ist …

Und? Was ist euch wichtig?

3 KOMMENTARE

    • Ich halte das für ein Gerücht – das mit der Chancenlosigkeit 🙂 (und Umfragen nicht immer für die Wahrheit). Und bei euch beiden stimmt ja der Anlehnungsfaktor 😉 LG Simone

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here